Dienstag, 21. September 2010

Taj Mahal und Ratjastan

Hallo Leute,

bevor es Bilder hagelt, beschreib ich noch schnell meine Eindruecke der letzten Tage, angefangen beim angeblich schoensten Gebaeude der Welt, dem Taj Mahal in Agra, das ein Herrscher seiner Frau als Grab gebaut hat, nachdem sie bei der Geburt des 14. Kindes starb.


Und eins muss gesagt sein: das Taj Mahal IST schoener als jedes Gebaeude, dass ich in Europa gesehen hab, um Laengen. Es ist wirklich perfekt. Weisser Marmor, mit ganz feinen Verzierungen, alles perfekt symmetrisch, das Sonnenlicht reflektierend... Einfach unbeschreiblich schoen. Wir haben 4h vor, am und im Taj Mahal verbracht (Der Innenraum, das eigentlich Mausoleum, ist recht oede, im Vergleich zum Aussenteil. Ich werd sehr viele Fotos anhaengen, und kann das Ding nur jedem empfehlen. Es ist wirklich atemberaubend. Eigentlich sollte auf der anderen Seite des Flusses das selbe Gebaeude nochmal mit schwarzem Marmor gebaut werden, wurde aber bisher nicht realisiert. Trotzdem, das Gebaeude gehoert auf jeden Fall unter die Weltwunder. Wir sind zu um 6:00 morgens hin, um den Sonnenaufgang zu sehen, war leider ein wenig bewoelkt, haben aber trotzdem schoene Fotos geschossen.

Nachdem wir uns dann losgerissen hatten, sind die beiden Argentinier weiter nach Delhi, um ueber Hong Kong und China ihre Weltreise im Rollstuhl fortzusetzen, und Catherine (die Englaenderin) und ich sind weiter nach Ajmer, einer kleinen Stadt im Bundesstaat Rajastan. Rajastan ist vor allem bekannt fuer seine Wueste, und tatsaechlich war das Wetter sehr viel trockener, die Stadt liegt verdammt malerisch an einem See zwischen Bergen, man fuehlt sich an Italien erinnert. Vor allem der See ist wieder ein Stueck typisches Indien, wenn man ihn betrachtet ist er wunderschoen, und dann tritt man naeher und er stinkt erbaermlich und ist mit gruenen Algen und Muell bedeckt. Die Stadt selber ist klein, beschaulich, aber sehr charmant, bei den Fotos wird auch das eines Jain-Tempels dabei sein, in dem sie ihr Weltbild in einem 10x5m grossen Raum in Gold verewigt haben, unfassbar. Ausserdem hatten wir das zweifelhafte Vergnuegen, ein indisches Krankenhaus von innen zu sehen, weil Catherine Symptome hatte, die auch fuer Malaria typisch sind (war dann nur ein kleinere Infekt). Das Krankenhaus war unheimlich schaebig, Kakerlaken ueberall, Kranke die irgendwo rumlagen, ueberall Muell, unfassbar, wir waren sehr froh als wir wieder draussen waren, die Chance durch das Krankenhaus zu sterben ist wahrscheinlich hoeher als die Gefahren Malaria.

Nach diesem Schreck bin ich dann am naechsten Tag ins nahe Pushkar gefahren, einem sehr kleinen, mit Priestern ueberfuellten Pilgerstaedtchen der Hindus, und hab den Tag damit verbracht, auf Berge zu klettern um von oben auf die Stadt zu schauen. Die Bewohner hier sind sehr viel angenehmer als die Leute bisher, oder ich reg mich einfach weniger auf, auf jeden Fall wird Indien langsam charmanter, wenn man lernt, die ganzen Fehler und den Dreck zu uebersehen. Die Reise wird zunehmend angenehmer.

Von Pushkar gings dann mit dem Nachtbus (schreckliche Erfahrung, kleine Koje+indische Landstrassen+100km/h in der Nacht = 0 Schlaf) nach Jaisalmer, der Wuestenfestung wo wir jetzt sind und von wo aus wir morgen eine Kameltour machen. Jaisalmer heisst auch die "goldene Stadt", weil alles aus dem selben goldgelben Stein gebaut ist, unheimlich schoener Anblick in der Wueste, die Festung selber war ueber Jahrhunderte sehr reich und ist deshalb wirklich schoen gebaut und erhalten, ich werd ein paar Fotos reinstellen, damit man sich das Ganze vorstellen kann.

So, das waren im Schnelldurchlauf meine Erlebnisse der letzten Tage, wie bereits angedeutet wird die Reise von Tag zu Tag angenehmer, die Leute sind herzlicher und man lernt, wie man sie zu nehmen hat, das Wetter ist heiss aber trocken, die kleinen Unwegsamkeiten stellen immer weniger ein Problem da, Indien wird also langsam wirklich charmant (auf eine irrationale, oft laecherliche Art und Weise).

Ich meld mich wieder, wenn ich aus der Wueste zurueck bin!
Euer Alex

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen