Hallo,
hab mal wieder alle Muehen gescheut, um moeglichst lang nicht zu schreiben, aber Moses ist krank und ich im Camp, von daher hab ich irgendwie keine Ausrede mehr fuer's Nicht-Schreiben. Ausserdem sind gestern die Schimpansen durch das Camp gelaufen, ich hab also auch mal wieder ein paar schoene Fotos. Schimpansen sind definitiv fotogener als meine Aeffchen.
Der Hauptgrund, warum ich die letzten 2 Wochen nichts geschrieben habe, ist dass nicht viel passiert ist und sich Routine eingestellt hat. Aufstehen, Affen erschrecken, Daten auswerten, essen, sozial sein, schlafen. Freitags geht's in die Stadt, Sonntags zum Managementclub der Zuckerfabrik, Pool und kalte Getraenke. Alles sehr entspannend auf Dauer, wir laufen immer noch 20km jeden Tag, aber selbst das stoert schon kaum noch. Alles in allem, ein nettes Leben, und das Experiment laeuft auch gut. Letzten Freitag haben wir versucht, die Aeffchen mal anders zu erschrecken, also musste Moses sich ein flauschiges Leopardenfell umwerfen, und ich mit dem Mikrofon hinterher. Naechstes Mal nehm ich auch die Kamera mit, ist ein grossartiger Anblick, 40 Affen die den armen Moses anschreien. Vier Wochen haben wir noch zur Datenerhebung, wird alles problemlos ueber die Buehne gehen.
Da es Sommer ist und damit Hauptforschungssaison, ist es immer noch sehr voll, aber inzwischen haben wir uns damit arrangiert, und es macht alles interessanter. Samstag war Abschiedsparty fuer eine der Forscherinnen, mit versammelter Mannschaft und einigen Dorfbewohnern und sehr sehr vielen Kindern (die sind immer ueberall). Erst sehr viele Ansprachen (weniger als 30 Minuten, anscheinend sehr ungewoehnlich fuer Uganda. Lange Reden gehoeren ueberall dazu), dann Essen, und dann wurde der Rasen zum Club umfunktioniert, und getanzt bis spaet. Fuer alle die sich schon immer gewundert haben, warum Europaer den Ruf haben, schlechte Taenzer zu sein, muss sich nur mal die 8-jaehrigen hier anschauen, die uns arme Weisse ziemlich an die Wand getanzt haben.
Die Schimpansen kamen am naechsten Tag vorbei, um zu gucken, warum wir so einen Laerm in ihrem Gebiet veranstalten (machen sie nach jeder Party, man muss ja informiert bleiben), so dass ich die auch mal wieder zu Gesicht bekommen hab. Da ich der Einzige hier bin, der keine Schimpansen studiert, halte ich natuerlich immer meine Aeffchen hoch (sind eh viel suesser), aber es ist schon faszinierend, eine an Menschen gewoehnte Gruppe Schimpansen zu haben, die sich nicht von der Horde Forscher irritieren lassen, und uns sogar in ihr Leben integrieren. Ich begegne ihnen manchmal im Wald, und einen wilden Affen aus weniger als einem Meter Entfernung zu sehen, und er starrt zurueck um herauszufinden, wo er dich einordnen soll, ist einmalig. Meine Blue Monkeys sind leider immer noch ziemlich skeptisch, und dass ich meinen Feldassistenten als Leoparden hinter ihnen herjage, hilft nicht wirklich, so dass ich wahrscheinlich nicht sehr dicht an sie ran kommen werde, daher sind die Schimpansen eine sehr angenehme Attraktion.
Bilder gibts dieses Man noch nicht so viele, allerdings geht es naechstes Wochenende in einen Nationalpark dichte bei, mit Giraffen und Elefanten und so, dann lade ich wieder mehr hoch!
Bis dahin, alles Gute!
Euer Alex
hab mal wieder alle Muehen gescheut, um moeglichst lang nicht zu schreiben, aber Moses ist krank und ich im Camp, von daher hab ich irgendwie keine Ausrede mehr fuer's Nicht-Schreiben. Ausserdem sind gestern die Schimpansen durch das Camp gelaufen, ich hab also auch mal wieder ein paar schoene Fotos. Schimpansen sind definitiv fotogener als meine Aeffchen.
Der Hauptgrund, warum ich die letzten 2 Wochen nichts geschrieben habe, ist dass nicht viel passiert ist und sich Routine eingestellt hat. Aufstehen, Affen erschrecken, Daten auswerten, essen, sozial sein, schlafen. Freitags geht's in die Stadt, Sonntags zum Managementclub der Zuckerfabrik, Pool und kalte Getraenke. Alles sehr entspannend auf Dauer, wir laufen immer noch 20km jeden Tag, aber selbst das stoert schon kaum noch. Alles in allem, ein nettes Leben, und das Experiment laeuft auch gut. Letzten Freitag haben wir versucht, die Aeffchen mal anders zu erschrecken, also musste Moses sich ein flauschiges Leopardenfell umwerfen, und ich mit dem Mikrofon hinterher. Naechstes Mal nehm ich auch die Kamera mit, ist ein grossartiger Anblick, 40 Affen die den armen Moses anschreien. Vier Wochen haben wir noch zur Datenerhebung, wird alles problemlos ueber die Buehne gehen.
Da es Sommer ist und damit Hauptforschungssaison, ist es immer noch sehr voll, aber inzwischen haben wir uns damit arrangiert, und es macht alles interessanter. Samstag war Abschiedsparty fuer eine der Forscherinnen, mit versammelter Mannschaft und einigen Dorfbewohnern und sehr sehr vielen Kindern (die sind immer ueberall). Erst sehr viele Ansprachen (weniger als 30 Minuten, anscheinend sehr ungewoehnlich fuer Uganda. Lange Reden gehoeren ueberall dazu), dann Essen, und dann wurde der Rasen zum Club umfunktioniert, und getanzt bis spaet. Fuer alle die sich schon immer gewundert haben, warum Europaer den Ruf haben, schlechte Taenzer zu sein, muss sich nur mal die 8-jaehrigen hier anschauen, die uns arme Weisse ziemlich an die Wand getanzt haben.
Die Schimpansen kamen am naechsten Tag vorbei, um zu gucken, warum wir so einen Laerm in ihrem Gebiet veranstalten (machen sie nach jeder Party, man muss ja informiert bleiben), so dass ich die auch mal wieder zu Gesicht bekommen hab. Da ich der Einzige hier bin, der keine Schimpansen studiert, halte ich natuerlich immer meine Aeffchen hoch (sind eh viel suesser), aber es ist schon faszinierend, eine an Menschen gewoehnte Gruppe Schimpansen zu haben, die sich nicht von der Horde Forscher irritieren lassen, und uns sogar in ihr Leben integrieren. Ich begegne ihnen manchmal im Wald, und einen wilden Affen aus weniger als einem Meter Entfernung zu sehen, und er starrt zurueck um herauszufinden, wo er dich einordnen soll, ist einmalig. Meine Blue Monkeys sind leider immer noch ziemlich skeptisch, und dass ich meinen Feldassistenten als Leoparden hinter ihnen herjage, hilft nicht wirklich, so dass ich wahrscheinlich nicht sehr dicht an sie ran kommen werde, daher sind die Schimpansen eine sehr angenehme Attraktion.
Bilder gibts dieses Man noch nicht so viele, allerdings geht es naechstes Wochenende in einen Nationalpark dichte bei, mit Giraffen und Elefanten und so, dann lade ich wieder mehr hoch!
Bis dahin, alles Gute!
Euer Alex
| Markt im Regen |
| Spielende Colobus |
| Forscher beobachtet Schimpanse beobachtet Forscher |
| Nick, unser Alphamaennchen |
| Flora hat eine Hand in einer Falle verloren, schafft es trotzdem noch ihre Tochter rumzutragen |
| Nur Baumstuempfe sind etwas schwierig |
| Einfach mal nachschauen, ob noch alles da ist |
| Grosse Flauschibaelle |
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