Hallo Alle,
mal wieder ein warmes Willkommen (und mit warm meine ich nette 35 Grad) zu einem neuen Reiseziel und einem aufgewaermten Blog! Dieses Mal hat es mich ueber Weihnachten zu meiner Andreza nach Brasilien verschlagen, und ich berichte wie immer froehlich und munter, und wie immer hauptsaechlich mit Bildern! Brasilien ist allein von den Groessenverhaeltnissen ein einmaliges Land, weshalb sich die Reise auf die beiden groessten Staedte, Rio de Janeiro und Sao Paulo, und Teile der nordoestlichen Region des Landes beschraenken muss.
Den Anfang macht Rio de Janeiro, Aushaengeschild des Landes, Austragungsort der naechsten Fussball WM und Olympischen Spiele. Rio ist weltbekannt fuer seine Straende, seinen Karneval und andere Feste, den Zuckerhut, aber auch fuer seine Favelas, die Armernsiedlungen die die Stadt durchziehen und Zentren fuer Kriminalitaet, Gewalt und Drogen sind. Wir hatten die Moeglichkeit, ausserhalb der Stadt bei Andrezas Schwester unterzukriechen. Schon der erste Blick auf Rio verraet, dass es sich hier um eine phaenomenale Stadt handelt: Keine andere Stadt der Welt vereint Regenwald, Gebirge, Straende und Meer zu einem so faszinierenden Ganzen. Die Gegensaetze der Natur an diesem Flecken Erde werden deutlich beim Blick vom Zuckerhut oder der Christus-Statue, die sich 500m ueber der Stadt erhebt. Und so faszettenreich wie die Natur gestaltet sich die Stadt selber: Die Straende Ipanema und Copacabana, und die anliegenden Viertel, zaehlen zu den schoensten Stadtstraenden der Welt, bevoelkert von einer Mixtur an Menschen, von Slum-Kindern zu den Reichen und Schoenen. Kleinere Viertel, wie das alte St Theresa, haben mehr das Flair von Paris, waehrend das Stadtzentrum alte koloniale Gebaeude mit modernen brazilianischer Architektur verbindet. Zwischen den Vierteln draengen sich die Favelas, teilweise mit fabelhaftem Ausblick auf das Meer. Beim erkunden hat man regelmaessig das Gefuehl, gerade die Stadt gewechselt zu haben. Dazu kommt die vielgeruehmte Lebensfreude der Brazilianer, die sich nicht nur auf Karneval zu beschraenken scheint, sondern sich auch in sehr sehr sehr gutem Essen (und frische Saefte! Die Saefte sind das Beste), Strandkultur und laute Samba-Rhythmen von Live-Bands ausweitet (und viel viel mehr natuerlich). Drei Tage waren bei Weitem nicht genug, diese umwerfende Stadt kennen zu lernen!
Naechsten Ziel nach Rio waren das kleine, koloniale Olinda, einst die Hauptstadt des Nordosten, und Recife, heute der sehr viel groessere, lautere und modernere Nachbar. Der Nordosten Braziliens ist Zuckerrohr-Land, und war die erste Boom-Region des Landes in der Kolonialzeit, bevor Zuckerrohr im 19. Jahrhundert stark an Bedeutung verlor. Der Nordosten war auch das Hauptziel des Sklavenhandels (die Portugiesen schifften ueber 3.5 Millionen afrikanische Sklaven nach Brazilien). Seitdem mueht die Region sich, wieder an Bedeutung und Reichtum zu gewinnen, ein Unterfangen, das nur mittelmaessig gelingt: Die ganze Region ist immer noch stark unterentwickelt im Vergleich zum sehr viel reicheren Suedosten. Dafuer hat es aber die schoeneren Straende, und viel Geschichte und Natur, weshalb wir beschlossen, uns hierher zu bewegen.
Olinda, einst Zentrum fuer sowohl die hollaendische als auch portugiesische Besiedlung, hat es geschafft, seine historische Innenstadt, photogen auf einem Huegel gelegen, zu erhalten: Kleine Kirchen draengen sich mit Wohnhaeusern und Ateliers dicht an dicht, bunt bemalt und verziert. Saemtliche Einwohner scheinen heute mit dem Kunsthandwerk oder Tourismus verbunden zu sein, aber der Einblick in das koloniale Brazilien ist trotzdem verblueffend. Vor allem, da man vom Huegel der Stadt sowohl auf das neuere Olinda (arm) und Recife (laut, schnell) blicken kann. Recife ist mit 2 Millionen Einwohnern inzwischen das Zentrum der Region. Allerdings scheint der Erfolg nur bedingt anzukommen: Obwohl einige alte Gebaeude restauriert wurden, Shoppingcenter aus dem Boden spriessen, und sich an den Straenden die Hochhaeuser draengen, ist die Innenstadt rau, ueberfuellt, und dreckig, und dass die Stadt ihre Abwaesser ins Meer zu leiten scheint, ist nicht sehr hilfreich. Der positive Eindruck des niedlichen Olinda wurde also im Strassengewirr der Maerkte Recifes schnell ernuechtert. Als Ausgleich zu beidem fuhren wir mit gemietetem Auto zu Ilha de Itamaraca, einer kleinen Insel noerdlich von Olinda. Neben grandioser Straende, bietet sie ein altes hollaendisches Fort, und ein Auffangzentrum fuer verletzte Seekuehe, und der Tag an der palmenbestandenen Kueste verging leider viel zu schnell.
Jetzt sind wir auf der Reise suedwaerts, die Kueste hinab, und ich werde euch natuerlich auf dem Laufenden halten!
Euer Alex
mal wieder ein warmes Willkommen (und mit warm meine ich nette 35 Grad) zu einem neuen Reiseziel und einem aufgewaermten Blog! Dieses Mal hat es mich ueber Weihnachten zu meiner Andreza nach Brasilien verschlagen, und ich berichte wie immer froehlich und munter, und wie immer hauptsaechlich mit Bildern! Brasilien ist allein von den Groessenverhaeltnissen ein einmaliges Land, weshalb sich die Reise auf die beiden groessten Staedte, Rio de Janeiro und Sao Paulo, und Teile der nordoestlichen Region des Landes beschraenken muss.
Den Anfang macht Rio de Janeiro, Aushaengeschild des Landes, Austragungsort der naechsten Fussball WM und Olympischen Spiele. Rio ist weltbekannt fuer seine Straende, seinen Karneval und andere Feste, den Zuckerhut, aber auch fuer seine Favelas, die Armernsiedlungen die die Stadt durchziehen und Zentren fuer Kriminalitaet, Gewalt und Drogen sind. Wir hatten die Moeglichkeit, ausserhalb der Stadt bei Andrezas Schwester unterzukriechen. Schon der erste Blick auf Rio verraet, dass es sich hier um eine phaenomenale Stadt handelt: Keine andere Stadt der Welt vereint Regenwald, Gebirge, Straende und Meer zu einem so faszinierenden Ganzen. Die Gegensaetze der Natur an diesem Flecken Erde werden deutlich beim Blick vom Zuckerhut oder der Christus-Statue, die sich 500m ueber der Stadt erhebt. Und so faszettenreich wie die Natur gestaltet sich die Stadt selber: Die Straende Ipanema und Copacabana, und die anliegenden Viertel, zaehlen zu den schoensten Stadtstraenden der Welt, bevoelkert von einer Mixtur an Menschen, von Slum-Kindern zu den Reichen und Schoenen. Kleinere Viertel, wie das alte St Theresa, haben mehr das Flair von Paris, waehrend das Stadtzentrum alte koloniale Gebaeude mit modernen brazilianischer Architektur verbindet. Zwischen den Vierteln draengen sich die Favelas, teilweise mit fabelhaftem Ausblick auf das Meer. Beim erkunden hat man regelmaessig das Gefuehl, gerade die Stadt gewechselt zu haben. Dazu kommt die vielgeruehmte Lebensfreude der Brazilianer, die sich nicht nur auf Karneval zu beschraenken scheint, sondern sich auch in sehr sehr sehr gutem Essen (und frische Saefte! Die Saefte sind das Beste), Strandkultur und laute Samba-Rhythmen von Live-Bands ausweitet (und viel viel mehr natuerlich). Drei Tage waren bei Weitem nicht genug, diese umwerfende Stadt kennen zu lernen!
Naechsten Ziel nach Rio waren das kleine, koloniale Olinda, einst die Hauptstadt des Nordosten, und Recife, heute der sehr viel groessere, lautere und modernere Nachbar. Der Nordosten Braziliens ist Zuckerrohr-Land, und war die erste Boom-Region des Landes in der Kolonialzeit, bevor Zuckerrohr im 19. Jahrhundert stark an Bedeutung verlor. Der Nordosten war auch das Hauptziel des Sklavenhandels (die Portugiesen schifften ueber 3.5 Millionen afrikanische Sklaven nach Brazilien). Seitdem mueht die Region sich, wieder an Bedeutung und Reichtum zu gewinnen, ein Unterfangen, das nur mittelmaessig gelingt: Die ganze Region ist immer noch stark unterentwickelt im Vergleich zum sehr viel reicheren Suedosten. Dafuer hat es aber die schoeneren Straende, und viel Geschichte und Natur, weshalb wir beschlossen, uns hierher zu bewegen.
Olinda, einst Zentrum fuer sowohl die hollaendische als auch portugiesische Besiedlung, hat es geschafft, seine historische Innenstadt, photogen auf einem Huegel gelegen, zu erhalten: Kleine Kirchen draengen sich mit Wohnhaeusern und Ateliers dicht an dicht, bunt bemalt und verziert. Saemtliche Einwohner scheinen heute mit dem Kunsthandwerk oder Tourismus verbunden zu sein, aber der Einblick in das koloniale Brazilien ist trotzdem verblueffend. Vor allem, da man vom Huegel der Stadt sowohl auf das neuere Olinda (arm) und Recife (laut, schnell) blicken kann. Recife ist mit 2 Millionen Einwohnern inzwischen das Zentrum der Region. Allerdings scheint der Erfolg nur bedingt anzukommen: Obwohl einige alte Gebaeude restauriert wurden, Shoppingcenter aus dem Boden spriessen, und sich an den Straenden die Hochhaeuser draengen, ist die Innenstadt rau, ueberfuellt, und dreckig, und dass die Stadt ihre Abwaesser ins Meer zu leiten scheint, ist nicht sehr hilfreich. Der positive Eindruck des niedlichen Olinda wurde also im Strassengewirr der Maerkte Recifes schnell ernuechtert. Als Ausgleich zu beidem fuhren wir mit gemietetem Auto zu Ilha de Itamaraca, einer kleinen Insel noerdlich von Olinda. Neben grandioser Straende, bietet sie ein altes hollaendisches Fort, und ein Auffangzentrum fuer verletzte Seekuehe, und der Tag an der palmenbestandenen Kueste verging leider viel zu schnell.
Jetzt sind wir auf der Reise suedwaerts, die Kueste hinab, und ich werde euch natuerlich auf dem Laufenden halten!
Euer Alex
| Einfahrt in Rio |
| Blick am Ipanema Beach |
| Andreza mit Kokosnuss |
| Fussgaengerweg Mosaike |
| Samba-Band |
| Strand von Ipanema |
| Copacabana |
| Christusstatue |
| Carioca Aquaedukt |
| Kathedrale, Rio |
| Stadttheater |
| Kapuzineraffe in Rio |
| Auf dem Weg zur Christusstatue |
| Blick auf Copacabana von der Christusstatue |
| Blick auf den Hafen von Rio und die Stadt |
| Der Zuckerhut |
| Panorama der Stadt |
| Samba auf der Rueckfahrt |
| Marmosette |
| Blick von unserer Veranda in Olinda |
| Blick auf Olinda (Vordergrund) und Recife (Hintergrund) |
| Kathedrale, Olinda |
| Olinda |
| Olinda und Recife |
| Kirche, Olinda |
| Sehr viel Gold |
| Das groesste Krippenbild Braziliens |
| Olinda hat auch einen Strand |
| Franziskanerkloster |
| Traditionelles Puppentheater |
| Olinda |
| Blick vom Aussichtsturm ueber Olinda nach Recife |
| Live Musik |
| Fort Orange (Ilha de Itamaraca) |
| Seekuh-Zentrum |
| Seekuh |
| Strand auf der Ilha de Itamaraca |
| 2.5m grosse Figuren, die beim Karneval durch Recife getragen werden |
| Recife |
| Kirche in Recife |
| Innenhof der Kirche - wie viele alte Gebaeude hier, sind die Waende mit Bild-Fliesen besetzt |
| Goldene Kapelle |
| Platz in Recifes Innenstadt |
| Viele Gebaeude sind halbwegs restauriert, aber die Strassen sind ueberfuellt |
| Kein Durchkommen |