Hallo alle zusammen,
mein letzter Eintrag aus Afrika fuer dieses Jahr, bin bereits auf dem Weg zurueck nach Schottland, aber diesmal mit Fotos von einem definitiven Highlight dieser Reise: Der Grossen Wanderung. Jedes Jahr durchqueren drei Millionen Huftiere - Gnus, Zebras, Gazellen - aus der Serengeti den Grenzfluss zwischen Kenya und Tanzania, um in die Masai Mara zu kommen, das traditionelle Land der Masai und der kenianische Teil des grossen Graslandes Ostafrikas. Waehrend sie in der Serengeti weit verstreut sind, ist die Flussueberquerung der einzige Moment, sie alle beisammen zu sehen, da sie den Fluss nur an einigen wenigen Stellen ueberqueren (obwohl sie eigentlich ueberall durch koennten, der Fluss ist die meisten Jahre trocken). Dabei sammeln sich die Gnus und warten, oft fuer Wochen, an einem Ort, darauf dass das erste den Mut findet, endlich los zu laufen, um dann alle nacheinander in die Masai Mara einzulaufen. Die schiere Masse an Tieren ist phaenomenal, Tausende und Tausende Gnus und Zebras, und natuerlich die Tiere die von ihnen leben: Loewen, Leoparden, Geparden, Geier... Nach einem 24-stuendigen Gewalttrip mit dem Bus von unserem Camp nach Kenia wurden wir (mit dabei zwei Kolleginnen, Cat und Liran, damit ich auch weiss welches Tier wir eigentlich gerade fotografieren) von unserem Fahrer aufgesammelt und zum Park gebracht.
Am ersten Tag der erste (und einzige) Schock: Unsere erste Begegnung mit den Loewen war begleitet von 60 anderen Autos, die die selben Loewen verfolgten, was das Naturspektakel irgendwie weniger natuerlich und weniger spektakulaer machte. Wir waren scheinbar nicht die Einzigen, die die Herde sehen wollte. Aehnliches Schauspiel mit unseren ersten Geparden. Am naechsten Tag wurde allerdings alles besser: frueh aufgestanden und vor allen anderen los, schafften wir es ein paar Nashoerner zu sehen, bevor die Auto-Herde sie wegscheuchte, und dann ging die Parade der Tiere los: in den drei Tagen sahen wir Strausse, Elefanten, Nashoerner, Giraffen, Unmengen von Loewen... Vor allem die Letzteren sind unfassbar beeindruckend, wir haben einen begleitet waehrend er eine Herde Bueffeln beobachtet und verfolgt hat. Die Tiere sind im Allgemeinen ueberraschend unbeeindruckt durch die Masse an Touristen, die Loewen nutzen die Jeeps sogar, um sich besser an ihre Opfer heranschleichen zu koennen, wirklich stoeren tun wirklich Touristen, die mit Blitz und viel Geschrei Fotos machen und ihren Fahrer ueberreden, naeher und naeher an die Tiere heranzufahren.
Das Wichtigste allerdings war die Herde: Wir fahren direkt am Wasser, als der Hauptteil der Gnus den Fluss ueberquerte, mehr als 10.000 Tiere pro Stunde, immer schoen einer nach dem anderen. Auf dem Rueckweg durchqueren sie einen Fluss mit Krokodilen, wahrscheinlich die Bilder die die meisten Leute von der Wanderung kennen, bei uns war der Fluss allerdings fast trocken. Trotzdem, die Groesse der Herde auf beiden Seiten, und die Kraft des Instinktes, auf die andere Seite zu kommen (das Gras ist nicht wirklich gruener, aber laenger), faszinieren ungemein. Die endlosen Grasflaechen, und die Masse an Tieren und deren Schoenheit, ergeben das wohl schoenste Tier-Erlebnis das ich je hatte, und es bleibt zu hoffen dass die Zerstoerung Afrikas vor der Serengeti und der Masai Mara und all den anderen Nationalparks halt macht, da es absolut Nichts gibt, was vergleichbar waere. Zu Recht eines der sieben Naturweltwunder!!
Hier nun endlich die Fotos, diesmal zum Teil geklaut von Cat, deren fotografische Faehigkeiten meine in den Schatten stellen, sie dort knebeln und ihnen beide Beine brechen. Ein paar sind aber auch von mir!
| Das Grasland des ostafrikanischen Grabenbruches |
| Bueffelherde |
| So sieht die Wiege der Menschheit aus |
| Glueckliches Zebra |
| Steak |
| Bueffel |
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| Yoga-Elefant |
| Hyaene |
| Schakal |
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| Bateleur-Adler |
| Geier |
| Nicht alle Zebras schaffen es |
| Schwarze Nashoerner |
| Schlafender Loewe |
| Super Fotogen |
| Jaeger und Gejagter |
| Gepard |
| Thomas-Gazelle |
| Strausse |
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| Ein Gnu (von Millionen) |
| Wartende Gnus |
| Flussueberquerung |
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