Samstag, 30. April 2011

Broome nach Darwin

Yuuhuu,

naechster Eintrag von Alex. Bin heil in Darwin angekommen, der Hauptstadt des Nordens. Tropisches Klima, Palmen, Krokodile ueberall, und meine Tour von Perth kommt nach 3 Wochen leider zu einem Ende, und Chloe und Anastasija, meine beiden Reisebegleiterinnen, machen weiter nach Vietnam, waehrend ich mich mal wieder nach Jobs umgucke. Seit meinem letzten Eintrag sind wir fast nur gefahren, da die Kimberleys, die grosse Wildnisregion im Norden, wegen des Wetters geschlossen waren und wir drumrum mussten. Danach waren wir im Kakadu Nationalpark, auch eines der vermeintlichen Highlights des Nordens: endlose Feuchtgebiete und Sumpflandschaften, Krokodile und Muecken ueberall (wenn man morgens aufwacht ist das Zelt schwarz mit Insekten die versuchen, dich zu fressen...), und das grosse Ereignis: 20.000 Jahre alte Aborigini Steinmalereien. Klingt alles sehr malerisch, sieht auch malerisch aus, ist leider im Moment noch zum grossen Teil geflutet (Regenzeit), und man braucht fuer die meisten Attraktionen Vierradantrieb, weshalb wir nur das Groebste gesehen haben. Aber hier die Fotos, hoffe ihr geniesst sie!




Ich faaaaaalle


Schwimmen im Wasserfall

Achtung





Steinmalereien





Freitag, 22. April 2011

Die Westkueste

Hallo ihr alle,

endlich mal wieder ein Eintrag auf eurem Lieblingsblog! Hatte lange nicht die Moeglichkeit mich zu melden, da die Westkueste sehr viel weniger erschlossen ist als der Osten. Hab dafuer sooo viel erlebt, waren durchaus einige der schoensten Erlebnisse meines ganzen Trips bisher, und jetzt werd ich euch davon berichten.

Los ging's in Perth zu viert, Anastasija und Chloe, die schon von Adelaide nach Perth mit dabei waren, waren wieder dabei, und wir haben uns noch Verstaerkung geholt, Julian aus Deutschland (es gibt nur Deutsche an der Westkueste. Und Franzosen.) 

Zu viert dann hoch zum ersten Erlebnis, den Pinnacles noerdlich von Perth. Das sind Steinsaeulen in der Wueste, die einfach aus dem Nirgendwo hochwachsen, tausende von ihnen. Surreal, aber wirklich schoen.

Die Pinnacles

Die Maedels beim Fotos schiesse




Danach ging es dann weiter die Kueste entlang. Alle 150km mal ein Ort, ganz viele Klippen und Nationalparks. Leider hatten wir nicht unbegrenzt Zeit, darum als Naechstes nach Monkey Mia und der Haibucht, Weltnaturerbe aufgrund der vielen Wasserlebewesen und Heimat von dutzenden Delfinen, die morgens zur Fuetterung vorbeikommen, echt vieler Meeresschildkroeten und der Stombaliten, der aeltesten Lebewesen der Welt (Blaualgenkolonien, unveraendert seit 3 Milliarden Jahren und verantwortlich fuer den ersten Sauerstoff, der dann alle anderen Lebewesen ermoeglicht hat):

Laecheln!

Ich hab sogar einem einen Fisch gegeben!



Meeresschildkroete


Shell Beach, besteht aus einer 10m dicken Schicht von kleinsten Muscheln


Man kann von oben Haien und Schildkroeten beim rumschwimmen zuschauen

Stomaliten, 3 Milliarden Jahre alt und quicklebendig (und ueberall sonst ausgestorben)


Nach Monkey Mia ging es dann weiter nach Norden zur Korallenbucht, die sich vor allem dadurch auszeichnet dass sie (wie der Name schon andeutet) direkt am Korallenriff liegt und man einfach vom Strand ins Riff spazieren und schnorcheln kann. Ausserdem kann man sich einen wunderbaren Nachmittag am Strand machen:

Rochen


Beim Skimboarden am Strand


Kunstfotos im Sonnenuntergang

Qualle (tut ziemlich weh, die treiben ueberall rum)
 Nach der Korallenbucht dann nach Exmouth. Exmouth ist weltbekannt fuer seine ... Walhaie!!! Zunaechst erstmal noch mehr schnorcheln, und dann raus mit einem Boot und ins Wasser mit den groessten Fischen der Welt! Es ist eigentlich nicht viel ueber sie bekannt, niemand hat je ein Baby gesehen, keiner weiss wo sie hin migrieren, und Exmouth ist der einzige Ort an dem sie jedes Jahr mit herrlicher Regelmaessigkeit wieder auftauchen. Kleine Flugzeuge fliegen ueber das Riff um sie zu finden, da sie sich gerne auf 1600m Tiefe aufhalten und nur manchmal hochkommen. Wir hatten Glueck, unser Flugzeug hat direkt einen gefunden, einen ganz kleinen: nur 3m lang und 2 Tonnen schwer. Fast noch ein Baby, es wurden auch schon welche mit mehr als 12m und 15 Tonnen berichtet. Ab ins Wasser, und dann baden mit der Kuh der Meere (sie grasen konstant und sind verdammt langsam). Was fuer ein Erlebnis! Einfach unfassbar, unser Hai war verspielt und ist einfach immer um uns rum geschwommen, und selbst dieser Kleine war so unglaublich gross und elegant! Ich werde Fotos hochladen sobald ich Zugriff auf die DVD von dem Trip habe, aber ein absolutes Highlight! War echt gluecklich hinterher.

Direkt im Anschluss dann zu einem Gluecksfund: Auf dem Weg weiter sind wir nicht die Kueste hoch, sondern durchs Outback zum Karijini National Park. Und wie grossartig das Outback ist! Auch wenn es jetzt direkt nach der Regenzeit sehr gruen ist, ist es immernoch so wild, weit, voll mit zerkluefteten Bergen und Schluchten. Und der Nationalpark ist im Herz von all dem. 100m tiefe Schluchten die an den Grand Canyon in den USA erinnern, und das Beste: Man kann reinwandern! Und dann wandert man und wandert und ploetzlich kommt man an eine Stelle an der man nicht mehr weiterwandern kann, links und rechts steigen die Waende immer hoeher auf, und man steht an einem Wasserfall und wird dazu aufgefordert, seine Sachen auszuziehen und einfach weiterzuschwimmen. Was wir dann auch gemacht haben, einfach immer tiefer in die Schluchten rein, und dann baden in abgeschiedenen kleinen Seen. Ein Wahnsinnserlebnis!
















Termitenhuegel
Nach einem weiteren Tag Fahrt (wir sind jetzt schon wieder 4000km unterwegs) sind wir jetzt in Broome angekommen, Zentrum der Perlenindustrie, und es hat auch einen netten Strand, und morgen geht es dann weiter in die Kimberleys, eines der grossen Abenteuer Australiens, da es so abgelegen und wild ist. Hoffen wir mein Auto macht das mit! Wir lesen uns liebe Freunde!

Euer Alex